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Lebensqualität

Lipödem-Chirurgie

Wenn der eigene Körper nicht mehr mitmacht — und Diäten nie die Antwort waren.

Lipödem-Chirurgie

Sie haben lange genug gekämpft.

Sie haben alles versucht — Diäten, Sport, Kompression. Und trotzdem verändert sich Ihr Körper nicht so, wie Ihnen versprochen wird. Vielleicht haben Sie jahrelang gehört, Sie müssten einfach mehr tun, disziplinierter sein, konsequenter. Vielleicht haben Sie irgendwann aufgehört, darüber zu sprechen.

Das war nicht Ihr Versagen. Lipödem ist eine chronische Erkrankung — keine Frage der Disziplin, keine Folge von Überessen, keine Charakterschwäche. Das Fettgewebe, das sich an Beinen und Armen unproportional ansammelt, reagiert auf Kaloriendefizit und Sport nicht so wie normales Körperfett. Das ist medizinisch belegt, klinisch anerkannt — und verdient eine echte Behandlung.

Bei IMAGO behandeln wir Lipödem als das, was es ist: eine Erkrankung mit medizinischer Substanz, die Ihren Alltag, Ihre Gelenke, Ihre Psyche und Ihre Lebensqualität beeinflusst. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Geschichte. Und wir arbeiten mit einer Technik, die speziell für Lipödem-Gewebe geeignet ist — schonend für die Lymphbahnen, in Lokal- oder Vollnarkose, je nach Ihrem Wunsch.

Was ist Lipödem — und wie erkennt man es?

Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Dabei lagert sich Fettgewebe unkontrolliert und disproportional an den Extremitäten — vor allem Beinen, Oberschenkeln und Armen — ein, unabhängig von Ernährung und Bewegung. Der Rest des Körpers kann schlank sein; die betroffenen Regionen reagieren dennoch nicht auf eine Diät.

Die Erkrankung ist genetisch veranlagt und wird durch hormonelle Veränderungen ausgelöst oder verstärkt — Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre. Eine Hypersensitivität der Fettzellen gegenüber Östrogen gilt als mögliche Ursache. Das Ergebnis ist ein selbstverstärkender Kreislauf: Die Beine nehmen zu, Diäten verändern sie nicht, Frustration entsteht, Bewegung wird schmerzhafter, die Erkrankung schreitet fort.

Der Teufelskreis des Lipödems: Jede Gewichtszunahme lagert sich überproportional in den betroffenen Regionen ab. Gleichzeitig lässt Gewichtsabnahme die anderen Körperstellen schlanker werden — aber die Beine oder Arme bleiben. Aus dieser Situation heraus geben viele Betroffene die Ernährungsdisziplin auf: Was nützt eine Diät, wenn sie die Problemstellen nicht erreicht? Dieser Mechanismus beschleunigt das Fortschreiten der Erkrankung.

Die klinische Diagnose erfolgt ohne Geräte — durch körperliche Untersuchung. Typische Merkmale: symmetrische, dysproportionale Fettansammlungen an den Extremitäten, Spontanneigung zu Hämatomen (Blutergüssen), Druck- oder Berührungsschmerz, Orangenhaut und ein charakteristisches Fettdepot am inneren Schienbeinkopf. Wichtig: Lipödem kann sich mit dem Lymphödem zu einem Lipo-Lymphödem weiterentwickeln — dann sind beide Systeme betroffen.

Ohne Behandlung schreitet Lipödem fort. Die wachsenden Fettdepots dehnen die Haut, belasten die Gelenke, verändern das Gangbild und können langfristig Gelenkprobleme (Gonarthrose) verursachen. Frühzeitiges Handeln ist entscheidend: Je früher die chirurgische Behandlung, desto besser die Ergebnisse — und desto geringer das Risiko späterer Komplikationen.

  • Symmetrische, dysproportionale Fettansammlungen an Beinen und/oder Armen
  • Keine Besserung durch Diät oder Sport — typisches Erkennungsmerkmal
  • Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Schweregefühl, Spontanhämatome
  • Orangenhaut, Fettdepot am inneren Schienbeinkopf
  • Fortschreitender Verlauf ohne Behandlung — frühzeitiges Handeln ist wichtig
  • Mögliche Folgen: Gelenkverschleiß, Lymphödem-Entwicklung (Lipo-Lymphödem)

Für wen ist die chirurgische Behandlung geeignet?

Die Lipödem-Operation ist dann sinnvoll, wenn konservative Maßnahmen wie Kompression und Lymphdrainage nicht ausreichend wirken — oder wenn die Erkrankung bereits deutlich fortgeschritten ist. Eine Operation ist kein letzter Ausweg, sondern die einzige Therapie, die Lipödem-Fettgewebe zielgenau und dauerhaft entfernen kann.

  • Gesicherte Lipödem-Diagnose — klinisch durch Arzt festgestellt
  • Konservative Therapien (Kompression, Lymphdrainage) bringen keine ausreichende Linderung
  • Schmerzen, Schweregefühl oder Bewegungseinschränkungen belasten den Alltag
  • Stabile Gewichtssituation — kein aktives starkes Übergewicht im Vordergrund
  • Wunsch nach dauerhafter Verbesserung der Körperproportionen und Lebensqualität
  • Nicht geeignet: schweres unkontrolliertes Übergewicht ohne Therapiekonzept

So läuft die Behandlung ab

01

Erstberatung & Diagnoseklarheit

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Geschichte — für das, was Sie bislang erlebt, versucht und erlitten haben. Gemeinsam klären wir die Diagnose, besprechen das Stadium und Ihren individuellen Befund. Dr. Dumitrescu prüft, ob ein operativer Eingriff jetzt sinnvoll ist — oder ob zunächst andere Maßnahmen vorgezogen werden sollten. Wenn ein Eingriff nicht der richtige Schritt ist, sagen wir das klar.

02

Individuelle Therapieplanung

Lipödem-Chirurgie erfolgt fast immer in mehreren Schritten — in der Regel 2 bis 4 Eingriffe je nach Ausdehnung. Wir legen gemeinsam fest, welche Regionen in welcher Reihenfolge behandelt werden, in welchen Abständen und mit welcher Narkoseform. Sie erhalten eine transparente Kostenübersicht nach GOÄ. Kein Druck, kein Standard-Paket.

03

Wasserstrahl-Liposuktion unter Lymphschonung

Die Operation erfolgt mit der Wasserstrahl-assistierten Liposuktion (WAL) — ohne vibrierende Motorkanüle, ohne Hitze. Das ist bei Lipödem entscheidend: Die Lymphbahnen in den Beinen und Armen müssen während der Absaugung maximal geschont werden. WAL arbeitet ohne mechanische Gewalt am Gewebe, das Fett wird sanft gelöst und abgesaugt. Ein Eingriff dauert ca. 2 Stunden, ambulant. Dr. Dumitrescu operiert persönlich.

04

Nachsorge & Begleitung

Lymphdrainage beginnt am Tag nach dem Eingriff — täglich, im Wechsel, für mehrere Wochen. Kompressionskleidung wird für 3 bis 6 Wochen empfohlen, je nach Region und Schwellneigung. Viele Patientinnen sind ab dem dritten Tag wieder arbeitsfähig, bei Unterschenkel-Behandlung nach etwa 14 Tagen. Dr. Dumitrescu ist persönlich erreichbar — auch zwischen den Terminen.

Was Sie erwarten können

Viele Patientinnen berichten bereits wenige Wochen nach dem Eingriff von einer deutlichen Schmerzreduktion — die Beine fühlen sich leichter an, der Druck lässt nach, das Tragen von Kompressionskleidung wird weniger notwendig. Das sind keine Nebeneffekte, das ist das Behandlungsziel.

Die entfernten Fettzellen kommen nicht zurück. Bei konsequenter Nachsorge und stabiler Kalorienbilanz bleibt das Ergebnis dauerhaft. Das Fortschreiten der Erkrankung in den behandelten Regionen wird gestoppt. In unbehandelten Bereichen kann Lipödem weiter voranschreiten — deshalb ist die Planung der Behandlungsschritte wichtig.

Lipödem ist eine chronische Erkrankung — die Operation ist der wirksamste Eingriff, aber Teil eines ganzheitlichen Konzepts. Was wir versprechen: eine medizinisch fundierte Behandlung, die Ihnen spürbare und dauerhafte Erleichterung bringt — und einen Arzt, der Sie ernst nimmt.

Häufige Fragen

Was genau ist Lipödem — und wie unterscheidet es sich von normalem Übergewicht?

Beim Lipödem handelt es sich um eine genetisch bedingte Fettverteilungsstörung, bei der sich Fettgewebe symmetrisch und disproportional an den Extremitäten einlagert — unabhängig von der Kalorienbilanz. Der entscheidende Unterschied zu normalem Übergewicht: Lipödem-Fett reagiert nicht auf Diät oder Sport. Während der Rest des Körpers abnimmt, bleiben die betroffenen Stellen. Dieses Merkmal — zusammen mit Druckschmerz, Spontanhämatomen und Schweregefühl — macht die Diagnose klinisch möglich, ohne Geräteuntersuchung.

Warum ist WAL besonders gut für Lipödem geeignet?

Bei Lipödem-Chirurgie ist die Schonung der Lymphbahnen in Beinen und Armen das zentrale Qualitätsmerkmal. Vibrierende Kanülen (PAL) oder thermische Methoden (Laser, Radiofrequenz) können die feinen Lymphgefäße schädigen — das wäre bei Lipödem, das ohnehin das Lymphsystem belasten kann, besonders problematisch. WAL arbeitet ohne mechanische Kraft und ohne Wärme: Der Wasserstrahl löst das Fettgewebe sanft entlang der natürlichen Strukturen. Das schont Lymphbahnen, Gefäße und Nerven und macht WAL zur bevorzugten Technik in der Lipödem-Chirurgie.

Wie viele Operationen sind nötig?

In der Regel sind 2 bis 4 Eingriffe nötig, je nach Ausdehnung des Lipödems. Die Behandlung erfolgt schrittweise — nicht alles auf einmal, sondern in sinnvollen Abschnitten mit Pausen von einigen Monaten dazwischen. Das hat zwei Gründe: Das Gewebe braucht Zeit zum Erholen, und so lässt sich das Ergebnis nach jedem Schritt beurteilen und die Planung anpassen.

Kann ich zwischen Lokal- und Vollnarkose wählen?

Ja. Lipödem-Liposuktionen können sowohl in Lokalanästhesie als auch in Vollnarkose oder Dämmerschlaf durchgeführt werden. Bei sehr empfindlichen Patientinnen oder größerem Eingriff ist Vollnarkose sinnvoll. Dr. Dumitrescu bespricht beide Optionen offen — ohne Druck in eine Richtung.

Wann bin ich nach der OP wieder arbeitsfähig?

Bei den meisten Regionen (Oberschenkel, Hüften, Arme) sind Patientinnen ab dem zweiten bis dritten Tag wieder arbeitsfähig. Bei Unterschenkelbehandlungen kann die Ausfallzeit bis zu 14 Tage betragen, da die Region stärker belastet wird. Sport ist ab etwa dem achten Tag wieder möglich — zunächst leichte Aktivität, dann schrittweise Steigerung.

Was ist der Unterschied zwischen konservativer Therapie und Operation?

Konservative Maßnahmen wie Kompression und Lymphdrainage lindern Symptome — sie entfernen aber kein Gewebe und heilen Lipödem nicht. Sie sind dauerhaft notwendig und zeitaufwendig. Die Liposuktion hingegen entfernt das überschüssige Fettgewebe dauerhaft — die betroffene Region bleibt dauerhaft schlanker, Schmerzen werden reduziert, die Körperform verbessert sich. Kompression und Lymphdrainage bleiben auch nach der OP wichtig, werden aber oft in deutlich reduziertem Umfang benötigt.

Wie wichtig ist Lymphdrainage nach der OP?

Sehr wichtig — sie ist ein wesentlicher Teil der Nachsorge. Lymphdrainage beginnt am Tag nach dem Eingriff, täglich, im Wechsel. Eine Sitzung sollte mindestens 30, besser 45 Minuten dauern. Sie unterstützt den Abtransport von Schwellungsflüssigkeit, fördert das Zusammenziehen der Haut und verbessert das Endergebnis. Die Kosten (ca. 50 Euro pro Sitzung) können häufig per Kassenrezept erstattet werden, da Lymphdrainage Teil der konservativen Lipödem-Therapie ist.

Zahlt die Krankenkasse die Lipödem-Operation?

Eine vollständige Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen ist die Ausnahme. Im Stadium 3 (überhängende Fettlappen) bestand vorübergehend eine Regelung zur Kostenübernahme — die Beträge, die Kassen erstatten, sind jedoch in der Praxis kaum kostendeckend. Eine realistische Chance auf einen Antrag besteht bei sehr schlanken Patientinnen (BMI ≤ 20) mit entsprechendem ärztlichem Gutachten und nachgewiesener konservativer Vortherapie. Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung und klären die Möglichkeiten im Beratungsgespräch. Die Kosten der Behandlung können in vielen Fällen als Gesundheitsausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Kann das Lipödem nach der OP wiederkommen?

Die entfernten Fettzellen regenerieren sich nicht — das ist dauerhaft. In den behandelten Regionen kann das Lipödem nicht mehr wie zuvor fortschreiten. Allerdings: Lipödem ist eine chronische, genetisch bedingte Erkrankung. In unbehandelten Bereichen kann es weiter voranschreiten. Und bei starker Gewichtszunahme können verbleibende Fettzellen zunehmen. Eine stabile Gewichtssituation und konsequente Nachsorge sind deshalb mitentscheidend für das Langzeitergebnis.

Eignet sich Lipödem-Fett auch für einen Eigenfett-Transfer?

Ja — unsere Erfahrungen zeigen, dass sich auch Lipödem-Fettgewebe gut für einen Lipofilling-Transfer eignet. Besonders bei schlanken Patientinnen, die ohnehin kaum Fettreserven an anderen Körperstellen haben, kann das abgesaugte Lipödem-Fett in gleicher Sitzung für eine natürliche Brustvergrößerung genutzt werden. Das ist nicht bei jeder Patientin sinnvoll — aber es ist eine Option, die wir in der Beratung gemeinsam prüfen.

Was ist der Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem?

Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung — das Fettgewebe wächst dysproportional. Lymphödem ist eine Erkrankung des Lymphsystems — Lymphflüssigkeit staut sich und verursacht Schwellungen. Beide Erkrankungen sehen ähnlich aus, haben aber unterschiedliche Ursachen und Therapiekonzepte. Ein chronisches, fortgeschrittenes Lipödem kann das Lymphsystem so belasten, dass ein Lipo-Lymphödem entsteht — dann sind beide Systeme betroffen. Die genaue Diagnose ist deshalb wichtig, um die richtige Behandlung zu wählen.

Warum ist frühzeitige Behandlung wichtig?

Je früher Lipödem behandelt wird, desto besser sind die Ergebnisse — und desto weniger Folgeschäden entstehen. Unbehandelt dehnen die wachsenden Fettdepots die Haut (spätere Straffung kann nötig werden), belasten die Gelenke (Fehlstellungen, Gonarthrose), verändern das Gangbild und erhöhen das Risiko eines Lipo-Lymphödems. Außerdem ist die psychische Belastung real: Erfolglose Diäten, gesellschaftlicher Druck, das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Jedes dieser Probleme ist behandelbar — aber frühes Handeln beugt vor.

Sie müssen das nicht alleine durchstehen.

Wenn Sie schon lange mit Lipödem leben — und sich wünschen, dass endlich jemand wirklich zuhört — sprechen Sie mit uns. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Geschichte, klären die Möglichkeiten ehrlich und begleiten Sie, so lange Sie es brauchen.

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